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© Daniel Kempken
Letzte Änderung: Januar 2011
Ein paar Worte über meine Person
Quito

Afrika
Ich bin Mönchengladbacher. Mönchengladbach ist die schönste Stadt am Niederrhein - wenn man dort geboren ist. Man kann natürlich auch woanders leben. So haben meine Frau Ingrid und ich die ersten fünf Jahre des neuen Jahrtausends in Quito, der Hauptstadt Ecuadors verbracht. Davor waren wir vier Jahre in der verträumten Rheinmetropole Bonn und haben fünf spannende Jahre in Afrika gelebt, zuerst im Kongo und dann in Sambia, dem wirklichen Afrka (the real Africa), wie die Sambier ihr schönes Land selbst gerne nennen.

Kneipe
Angekommen sind wir schließlich in Berlin. Hier ist es ein bisschen szenig, ein bisschen abgeranzt und ein bisschen schicki micki, hier und da ein bisschen tot saniert, manchmal ein bisschen wie in der DDR, auf jeden Fall immer im Wandel und immer was los. Berlin ist Hauptstadt und Kulturmetropole, Kleingärtner-Hochburg und Kreativen-Eldorado. Sekt und Selters sprudeln durcheinander, dafür wird nicht ganz so häufig gekehrt wie im beschaulicheren Rest von Deutschland. Berlin könnte glatt unsere neue Heimat werden - wenn da nicht die schrecklich langen Winter wären. Für die Zukunft also: Ende offen. Sicher ist: immer wieder komme ich gern nach Mönchengladbach zurück, besuche meine Mutter und trinke mit meinen alten Kumpels ein Bier.

Mit 19 Jahren schon hat es mich zu anderen Ufern getragen. Das war zunächst einmal Köln, wo ich Jura studiert habe. Ein paar Semester ganz ohne Vorlesungen, und statt dessen Jobs in verschiedenen Mönchengladbacher Fabriken haben es möglich gemacht, alle möglichen Rucksackreisen zu machen. Die ersten Ziele waren England, Schottland, Griechenland die Türkei, aber auch Irak und Iran - denn durch diese beiden Länder konnte man damals noch etwas entspannter reisen als heutzutage. Danach ging es quer durch Südamerika über Ecuador, Peru, Bolivien und Paraguay nach Brasilien, ein Jahr später nach Thailand, Malaysia, Singapur und Indonesien. Ägypten und Tansania kamen auch noch dran.

Irgendwann kam ich zu dem Entschluss, dass eine feste Einnahmequelle wohl besser wäre als die ständigen Gelegenheitsarbeiten. So machte ich, natürlich wieder in Mönchengladbach, den Trödelladen “Bismarck Börse” auf.

Nach dem Studium der Juristerei war ich für fast drei Jahre als Reiseleiter in Mallorca. Da habe ich so richtig gemerkt, wie sehr es gerade dann menschelt, wenn Leute verschiedener Länder und Kulturen aufeinander treffen. Denn die Touristen und die Ausländer sind ja immer die anderen. Schade, dass ich damals noch keine Geschichten aufgeschrieben hab. So sind viele nette Begebenheiten im Nirwana des Vergessens entschwunden.

Danach kamen die Zivildienstzeit beim Diakonischen Werk und schließlich das Referendariat beim Landgericht Mönchengladbach. Die "was will ich mal werden-Frage" war aber immer noch nicht beantwortet. So arbeitete ich erst einmal als Rechtsanwalt und sah mich derweil weiter um.

Kneipe
1989 ging dann die spannende Zeit in der Entwicklungszusammenarbeit los. Ich habe im Ministerium in Bonn und Berlin, an den Deutschen Botschaften in Kinshasa, Brazzaville und Lusaka und für den Deutschen Entwicklungsdienst in Ecuador und Chile gearbeitet. So hatte ich schließlich meinen Beruf gefunden.

Ganz nebenbei hatte ich im Laufe der Jahre gemerkt, wie viel Spaß es macht, Gesehenes und Erlebtes aufzuschreiben. Darauf wollte ich mich irgendwann einmal für eine Zeitlang konzentrieren. So habe ich mir Jahr 2010 ein Sabbatical gegönnt und für neue Bücher in Ecuador, Uruguay und auf den Kanarischen Inseln recherchiert.

Kneipe